E vielversprechendi erschti Halbziit für Frankriich
Während de erschte 45 Minute het alles genau so usgseh, wie me’s erwartet het. Frankriich, zäme mit Brasilie, Ängland und Dütschland als eini vo de gröschte Titelkandidate ghandlet, het vom erschte Pfiff a im Stade de la Beaujoire dominiert. Kylian Mbappé isch vo Afang a sehr aktiv gsi und het de Goalie vo dr Elfebeiküste, Yahia Fofana, scho früeh zu ere wichtige Parade zwunge. D Mannschaft vo Didier Deschamps het sowohl dr Ballbsitz als au s Spielfeld kontrolliert.
S verdienti Goal isch schliesslich i dr Nachspielziit vo dr erschte Halbziit gfalle. Rayan Cherki, dr Spielmacher vo Manchester City, wo sich immer meh uf internationalem Niveau etabliert, het grossi Rueh bewiese. Nach em Ballempfang am rächte Rand vom Strafruum het er sin Verteidiger mit eme elegante Übersteiger usgstiege und dr Ball präzis i s längeri Egge versänkt. Les Bleus sind mit ere 1:0-Füehrig i d Pause gange und händ usgseh wie en echte WM-Favorit.
D Elefante schlage zrugg
D zweite Halbziit het aber e komplett anderi Gschicht verzellt. Alles het mit mehrere Wechsel vo Didier Deschamps agfange. Mbappé isch usegnoh worde und dur de Crystal-Palace-Stürmer Jean-Philippe Mateta ersetzt worde. Au wiiteri Änderige händ dr Rhythmus vo de Franzose durenand bracht.
Ob’s a de Wechsel, a dr steigende Energie vo dr Elfebeiküste oder eifach a dr Qualität vo de Elefante gläge isch – Frankriich het sini Dominanz nie meh zruggfunde.
Nume acht Minute nach em Wiederafpfiff isch dr Usgliich gfalle. Nicolas Pépé het e Lücke gfunde und en perfekte Steilpass hinder d französischi Abwehr gspielt. Guela Doué, dr Brueder vom französische Nationalspieler Désiré Doué, isch i d Position cho und het souverän zum 1:1 verwertet.
S Stadion het de Moment no gar nöd richtig verarbeitet gha, woni d Gäst aafange händ a öppis Grosses z glaube. D Elfebeiküste, wo dur d ganz WM-Qualifikation ungschlage bliebe isch und kei einzigs Goal kassiert het, het mit Tempo, Überzügig und Aggressivität wiiter Druck gmacht. Frankriich hingege het unkoordiniert, unsicher und überraschend verletzlich usgseh.
S Siegesgoal isch sechs Minute vor Schluss gfalle. Wieder het Guela Doué dr Unterschied gmacht, won er über d rächt Siite durebroche isch und dr Ball zrugg i Strafruum glegt het. Amad Diallo, dr Flügelspieler vo Manchester United, wo e überragendi Saison erläbt het, isch im richtige Moment da gsi und het Mike Maignan am churze Pfoste überwunde.
2:1 für d Elfebeiküste. Im Stade de la Beaujoire isch es plötzlich muusstill worde.
Deschamps: «Es isch e Erinnerig, dass mir nöd besser sind, als mir meine»
Trotz dr Niederlag isch s französische Lager ruhig blibe. Didier Deschamps het d Schwäche i dr zweite Halbziit offe aagschproche, aber sini Analyse isch sachlich gsi. Er het erklärt, dass sini Mannschaft nach eme guete Start d Kontroll verlore het und dass s Resultat als wichtigi Realitätserinnerig chönn gseh werde.
Si Wort händ e klari Botschaft transportiert:
«Es isch e Erinnerig, falls mir eini bruucht händ, dass mir nöd sötted glaube, mir seged besser als mir würkli sind.»
Au Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni het zu meh Perspektive gmant, will sich d Mannschaft no i dr Vorbereitigsphase befindet. Trotzdem het er zugeh, dass d Niederlag weh tue.
Rayan Cherki het s Ganze als «es chliises Warnsignal» bezeichnet.
Und genau das isch es. Frankriich startet am 16. Juni gege Senegal i New Jersey i sini WM-Kampagne. Deschamps selber het anerkannt, dass Senegal ähnlechi Stärche mitbringt wie d Elfebeiküste. Falls d Franzose die Leistung vo dr zweite Halbziit us Nantes widerhole, chönnte sie sehr früeh under Druck cho.
D Elefante verdiened ihr Moment
Es wär unfair, das Resultat nur als französisches Versäge darzstelle. D Elfebeiküste isch nach dr Pause hervorragend gsi: schnell, guet organisiert und gnadenlos effizient.
D beeindruckendi Defensivbilanz während dr Qualifikation zeigt e Mannschaft, wo fest a sich selber glaubt. Gegen eini vo de stärchste Nationalmannschafte vo dr Wält händ sie das eindrücklich bestätigt.
Guela Doué isch definitiv en Spieler, wo mer im Aug bhalte sött. Si ruhig und souveräni Leistung gege es Land, wo für ihn persönlich e spezielli Bedeutig het, macht sini Gschicht no spannender.
Amad Diallo wiederum chunnt mit viel Selbstvertroue a die WM und het scho im erschte grosse Test bewiese, warum er zu de spannendste Spieler vo sim Land ghört.
Fazit: Frankriich het Grund zur Sorge
Frankriich verfügt wiiterhin über eini vo de talentiertischte Mannschaften vo dr Copa del Mundo 2026. Mbappé, Dembélé, Olise und Thuram bilde e Offensivabteilig, wo jede Gegner vor Problem stelle cha.
Aber dr Zämmebruch i dr zweite Halbziit zeigt erneut, dass Talent allei kei Turnier gwünnt. Taktischi Disziplin, Intensität und mentali Stabilität sind genau so wichtig, wenn me Weltmeischter werde will.
D Elfebeiküste het ihr Signal gsetzt.
Les Bleus händ jetzt no zwölf Täg Zit, um die richtige Antworte z finde.